Leitbild
„Gemeinsam lernen – zusammen leben“
„Wie wunderbar ist es, dass niemand einen Moment warten muss, bevor er anfängt, die Welt zu verändern.“ (Anne Frank)
Anne Frank prägt als Namensgeberin unser Leitbild. Sie lehrt uns, dass Jede und Jeder die Möglichkeit hat, die Welt zu verändern. Entgegen aller Unsicherheiten, allen Leids und aller Angst hat sie ihre Menschlichkeit bewahrt und in Form ihres Tagebuchs ein Testament für diese
Menschlichkeit hinterlassen. Wir möchten Anne Franks Ideen, Wünsche und Hoffnungen weitertragen – für eine offene, demokratische, bunte und menschliche Welt.
In einer dynamischen Gesellschaft versteht sich die Anne-Frank-Schule als zukunftsorientierte Bildungseinrichtung, deren vielfältige und inklusive Lernarrangements die Kompetenzen jedes/r Lernenden fördern. Durch unsere lebendige Schulkultur und einen wertschätzenden Umgang
miteinander bieten wir unseren Schülerinnen und Schülern Orientierung und leben gemeinsam demokratische Werte und Haltung sowie Respekt, Toleranz und Akzeptanz. Darüber hinaus gewährleistet unser umfassendes Schutzkonzept für alle Mitglieder der Schulgemeinde wirksame
Prävention und Intervention. Es schafft einen Schutzraum für körperliche und seelische Unversehrtheit, in dem sich jede und jeder sicher und geborgen fühlen kann.
Als Hessische Europaschule gründen wir unsere pädagogische Arbeit auf die fünf Säulen des Europaschulprogramms.
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Demokratische Kultur:
Als „Schule mit Courage – Schule ohne Rassismus“ legen wir einen Grundstein für demokratische
Kultur im Leben unserer Lernenden. Wir vermitteln in allen Bereichen unseres pädagogischen
Handelns demokratische Werte und setzen uns für Bildungsgerechtigkeit ein.
Innovative Lern- und Lebensräume:
Durch die Einführung ganzheitlicher Lernsettings und der Öffnung des Lernens für außerschulische
Partner, besonders vertreten in unserer Studien- und Berufsorientierung, schaffen wir für unsere
Schülerinnen und Schüler innovative Lern- und Lebensräume. Sie lernen Verantwortung für ihren
Lernprozess zu übernehmen und erleben die Entfaltung ihres Potenzials und ihrer Begabungen
durch eine erhöhte Selbstwirksamkeit.
Interkulturelle Kompetenz:
Wir fördern durch ein lebendiges Austauschprogramm die interkulturelle Kompetenz unserer
Schülerinnen und Schüler. So ermöglichen wir ihnen durch internationale Begegnungen, virtuell und
in Präsenz, ihre Horizonte zu erweitern und Perspektiven zu wechseln.
Internationale Netzwerkarbeit:
Als Europaschule sind wir in vielfältigen regionalen und internationalen Netzwerken aktiv und geben
unsere Erfahrung und Kompetenzen gezielt weiter.
Nachhaltiges Denken und Handeln:
Als Schulgemeinde verpflichten wir uns zu nachhaltigem Denken und Handeln. Unsere Lernenden
übernehmen Verantwortung für ihr Handeln und setzen es in den Kontext moderner
Herausforderungen wie den Klimaschutz.
In dieser Mischung liegt, wie in der Vielfältigkeit unserer Gemeinschaft, unsere Stärke. Gemeinsam
lernen wir, zusammen leben wir.
Integrierte Gesamtschule
Gemeinsames Lernen
Die grundsätzliche Zielsetzung der Integrierten Gesamtschule entsprechend unseres Leitbildes ist das gemeinsame Lernen aller Kinder.
In der AFS können alle Schulabschlüsse unter einem Dach erworben werden: Hauptschulabschluss, Realschulabschluss, Übergang in die Gymnasiale Oberstufe sowie in das Berufliche Gymnasium bzw. in die Fachoberschulen.
Kinder verschiedener Begabungen sollen dabei miteinander und auch voneinander lernen, um so in einem umfangreichen pädagogisch begleiteten Prozess die für sie bestmöglichen Abschlüsse zu erreichen.
Neben der Vermittlung von Fachkompetenz ist uns die Einübung von Sozialkompetenz und Methodenkompetenz immens wichtig, also
das „Lernen zu lernen“.
Anne Frank
Anne Frank – ein Name als Verpflichtung
Die Schülerinnen und Schüler unserer Schule begegnen schon im Jahrgang 5 im Rahmen von Projekttagen der Geschichte Anne Franks im Unterricht. Im 9. Jahrgang ist eine vertiefende Beschäftigung mit dem Tagebuch der Anne Frank Bestandteil des Schulcurriculums Deutsch. Doch Lehren und Lernen an der Anne-Frank-Schule meint viel mehr als diese Unterrichtsinhalte. Es meint die Achtung des Einzelnen, Toleranz und Interesse an kultureller Vielfalt und wertschätzenden Umgang miteinander.
Unsere Schüler sollen dazu befähigt werden für Frieden, Gerechtigkeit, Demokratie, Toleranz und Menschenwürde einzutreten und sich selbstbewusst gegen Aggressivität, Diskriminierung, Rassismus und politischen Extremismus wenden. In diesem Sinne ist uns der Name Anne Franks Verpflichtung.
Kurzbiografie
Anne Frank wurde am 12. Juni 1929 in Frankfurt am Main geboren. Im Dezember 1933 musste die Familie Frank nach Holland emigrieren, wo Anne zunächst unbeschwerte Kinder-und Jugendjahre verbrachte, bis 1940 auch in Holland nach dem Einmarsch der deutschen Truppen die Judenverfolgung begann.
1942 tauchte die Familie Frank mit vier weiteren jüdischen Freunden in einem vom Vater vorbereiteten Versteck im Hinterhaus seiner Firma unter. Bis 1944 führte Anne Frank ein Tagebuch, dem sie ihre Erlebnisse und Gedanken während des Aufenthaltes im Versteck anvertraute. Im August 1944 wurden die Hinterhausbewohner verraten, verhaftet und in verschiedene Konzentrationslager deportiert.
Anne Frank starb im März 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen im Alter von nur 15 Jahren. 1947 erfolgte die Veröffentlichung der ersten Ausgabe von „Das Tagebuch der Anne Frank“.
Europaschule

Europaschule
Seit 1996 gehört die Anne-Frank-Schule zum Kreis der Hessischen Europaschulen, diesen Titel dürfen zur Zeit 32 Schulen in Hessen tragen. Im Jahr 2014 wurden wir für weitere 5 Jahre zertifiziert. Kernziel des Schulentwicklungsprogramms der Europaschulen ist vor dem Hintergrund eines zusammenwachsenden Europas und der Globalisierung die Förderung der interkulturellen Kompetenz und das scheint heute wichtiger denn je.
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„Die Hessischen Europaschule fördern interkulturelle Lernprozesse, die es den Schülerinnen und Schülern ermöglichen, in der Begegnung mit anderen Kulturen Verständnis und Toleranz zu entwickeln, sich in der internationalen Arbeitswelt zu bewähren, …ihre Identität als politisch mündige Bürgerinnen und Bürger in einem zusammenwachsenden Europa zu festigen und auf diese Weise ihre Persönlichkeit zu stärken.“
So steht es in der allgemeinen Zielbeschreibung im für alle Europaschule verbindlichen Leitbild. Um dieses Ziel zu erreichen, sollten sich die Schülerinnen und Schüler der Europaschulen detailliertes Wissen über andere Gesellschaften, Kulturen und Weltanschauungen aneignen.
Am besten sind Lernprozesse, die die beschriebenen Ziele ansteuern, in der originalen Begegnung umzusetzen. Bei der Fahrt in ein anderes Land und dem Leben in einer Familie der fremden Kultur werden am nachhaltigsten Eindrücke gewonnen und Respekt und Offenheit gegenüber anderen Kulturen aufgebaut. Daher pflegt die Anne-Frank-Schule ein breites Angebot an Austauschfahrten nach Frankreich, Ungarn, USA, Tschechien, Kroatien und England. Neu sind Kontakte nach Griechenland über eTwinning-Projekte, die an Bedeutung immer mehr zunehmen.
Die Hessischen Europaschulen setzen sich sechs Ziele für die Programmarbeit bis zum Jahr 2020.
Die Hessischen Europaschulen...
- machen europäische Identität und Europa als Wertegemeinschaft erfahrbar und gestaltbar,
- beziehen Anforderungen des Lebens und Arbeitens in Europa in die Bildungsarbeit mit ein,
- implementieren kompetenzorientierte Beratung und Bewertung,
- lernen miteinander und voneinander,
- arbeiten im Sinne eines modernen Schulmanagements mit entsprechender Qualitätssicherung,
- entwickeln und verankern ein Konzept für die Außendarstellung und den Know-How-Transfer.
Berufsorientierung
Berufsorientierung an der Anne-Frank-Schule Wanfried
Jahrgang 7
- Einführung des Berufsorientierungskonzeptes im Rahmen eines Elternabends
- Profilierung: Evaluation der persönlichen Ausgangsbasis
- Kompetenzfeststellung durch Kompo7
- BOP-Werkstatt-Rallye zur vertiefenden, praxisuntermauerten Interessenserkundung
- Einführung des Berufswahlpasses im Arbeitslehreunterricht
- erste Praxiskontakte im Girls- /Boys-Day
Jahrgang 8
- BIZ oder BIZ mobil-Besuch und Erstkontakt zur Berufsberatung der Arbeitsagentur
- Stärken-Analyse
- Interessenserkundung – > Berufswahltest z. B. durch PlanetBeruf
- Bewerbungsübungen auch in Kooperation mit Fachunterricht Deutsch/Arbeitslehre
- erstes 2-wöchiges berufsorientierendes Schülerpraktikum (Frühjahr/2. Halbjahr)
- Betriebsbesichtigungen als Berufsfeld- und Berufserkundungen
- Besuch von Berufsmessen B. an den Beruflichen Schulen ESW/WiZ
Jahrgang 9
- Überprüfung von Neigung und Interessen zur Konkretisierung der Berufswahl
- Besuch von Berufsmessen B. an den Beruflichen Schulen ESW/WiZ/KS
- zweites 2-wöchiges berufsorientierendes Schülerpraktikum (1. Halbjahr /Herbst)
- Schnuppertag an den Beruflichen Schulen in Eschwege
- Intensivierung des Bewerbungstrainings durch Einbezug externer Experten
- Übungen von Eignungstests (Kooperation Mathe/Deutsch/Englisch) und Vorstellungsgespräch (Kooperation Deutsch)
- weitere Betriebsbesichtigungen zum Kennenlernen von Ausbildungsbetrieben der Region
Jahrgang 10
- Erneute Reflexion von Neigungen, Kompetenzen und Interessen und weitere Konkretisierung der Berufswahl Übergangsmanagement in Berufsausbildung oder weiterführende Schulen
- Info-Abende weiterführender Schulen (OG, BG, FOS)
- Schnuppertage an weiterführenden Schulen (OG, BG, FOS)
- Betriebsbesichtigungen
- Vertiefendes, individuelles Bewerbungstraining
Die Berufsorientierung hat an unserem Standort einen hohen Stellenwert.
Seit dem 22. September 2016 ist unsere Schule Trägerin des Gütesiegels „Schule mit vorbildlicher Berufs- und Studienorientierung“ und befindet sich derzeit in der Re-Zertifizierung.
Bereits in den Klassen 5 und 6 knüpfen die SchülerInnen erste Kontakte zur Berufswelt. Das Erkunden von landwirtschaftlichen Betrieben sowie das Kennenlernen alter Berufe gehören beispielsweise dazu.
Ab dem Jahrgang 7 beginnen wir damit, die SchülerInnen aktiv auf ihr zukünftiges Berufsleben vorzubereiten. Sie werden von uns dabei bis zu ihrem Abschluss unterstützt.
Da der Bereich der Berufsorientierung sehr vielfältig ist, geht es einerseits selbstverständlich um die Vermittlung der theoretischen Grundlagen, die für den Einstieg in das Berufsleben von Bedeutung sind.
Andererseits liegt es uns besonders am Herzen, jeden einzelnen unserer SchülerInnen so praxisorientiert wie möglich auf das Berufsleben vorzubereiten. Daher bieten wir ab Klasse 7 durchgehend einen praxisorientierten Teil an. Die unterschiedlichen Schwerpunkte in den einzelnen Jahrgängen sind für Sie in einer Übersicht zusammengefasst.


